Bei der Schmerzskala handelt es sich um einen zehn Zentimeter langen Schieber, der Ähnlichkeit mit einem ganz normalen Lineal hat. Diese Skala geht von „kein Schmerz“ bis „Stärkster Schmerz“ und auf den Punkten dazwischen kann der Patient einstellen, wie stark er seine Schmerzen empfindet. Danach liest man den genauen Wert der aktuellen Schmerzstärke auf der Rückseite der Schmerzskala ab.
Der Erfolg einer Behandlung kann so auch über einen längeren Zeitraum betrachtet werden, wenn der Patient täglich seinen Schmerz misst und ihn dann in sein Schmerztagebuch einträgt.
Der Schmerz lässt sich allerdings auch ohne den Schieber dokumentieren, denn man kann die Stärke der Schmerzen auch einfach auf der Skala von 0 bis 10 einschätzen und dem Arzt mitteilen oder in dem Schmerztagebuch dokumentieren. Man unterscheidet bei der Schmerzskala in 10 verschiedene Intensitäten:
Schmerzintensität 0
Keine Schmerzen, der Patient ist beschwerdefrei
Schmerzintensität 1
Sehr geringe Schmerzen, die sich kaum bemerkbar machen
Schmerzintensität 2
Die Schmerzen sind gering, aber man nimmt sie langsam mehr wahr
Schmerzintensität 3
Die Schmerzen werden etwas hartnäckiger, aber sie sind gut erträglich
Schmerzintensität 4
Mittlere Schmerzen, die sich langsam auf das Befinden auswirken
Schmerzintensität 5
Etwas stärkere Schmerzen, störend, aber noch immer auszuhalten
Schmerzintensität 6
Stärkere Schmerzen, evtl. auch verbunden mit Schlafstörungen
Schmerzintensität 7
Starke Schmerzen, die hartnäckig, stechend und für den Patienten sehr erschöpfend sein können
Schmerzintensität 8
Sehr starke Schmerzen, Unruhe, verbunden mit dem unbändigen Wunsch nach Linderung der Schmerzen, evtl. auch Verwirrtheits- oder Deliriumartige Zustände
Schmerzintensität 9
Immense Schmerzen, verbunden mit großer Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Ohnmacht
Schmerzintensität 10
Unerträgliche Schmerzen, diese können mit Aggressionen, Depressionen oder auch Selbstmordgedanken verbunden sein
