Schmerz ist messbar

Meist fehlt es den Betroffenen an Mitteln und Möglichkeiten, die Intensität und Stärke des Schmerzes entsprechend zu beschreiben und auch erfahrene Ärzte können sich anhand der eher subjektiv einzuschätzenden Informationen oft nur schwerlich ein ausreichendes Bild davon machen. Wie in Untersuchungen festgestellt wurde, wird die Intensität der Schmerzen von Patienten häufig ganz anders beurteilt als von ihren Ärzten. Die Betroffenen haben die Schmerzen meist deutlich stärker empfunden, als es gegenüber den Ärzten den Eindruck machte. Das ist auch eine Ursache dafür, dass viele der Betroffenen keine angemessene Schmerztherapie erhalten - so besteht die Gefahr, dass viele der Schmerzen chronisch werden, weil aufgrund der Fehleinschätzungen keine entsprechenden Maßnahmen ergriffen wurden.

Allerdings gibt es eine Möglichkeit, die Verständigung zwischen Arzt und Patient zu verbessern – anhand einer so genannten Schmerzskala lässt sich die Stärke der Schmerzen verdeutlichen, was die Chancen aufgrund der klareren Verständigung deutlich erhöht, eine geeignete Behandlungsmethode zu finden.

Unter anderem setzt sich die deutsche Schmerzliga setzt sich dafür ein, die Methode des Schmerz messens zu verbreiten und damit möchte sie erreichen, dass das Schmerz messen eines Tages genau so selbstverständlich sein soll wie das Messen des Blutdrucks oder des Fiebers.